ProjectOSX

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> Glossar, ProjectOSX' deutschsprachiges Wörterverzeichnis
aprodigy
post Feb 20 2009, 11:44 AM
Post #1

Wörterbuch für Abkürzungen, Synonyme und Fremdworte aus dem PC - und OSX(86)-Umfeld.
Helft gerne mit und PM't uns Eure Begriffe und deren kurze Erklärungen. Wir stellen sie dann hier ein. Gleiches gilt natürlich für gewünschte Fehlerkorrekturen oder Verbesserungen bereits vorhandener ;)


Grundlagen
BegriffErklärung
BIOSBIOS, "Basic Input Output System", Firmware für auf x86-basierenden Systemen. Das BIOS ist in der Regel auf einem ROM-Chip das Mainboards untergebracht und übernimmt u.a. die Initialisierung der grundlegenden Systemkomponenten nach einem Kalt-/Warmstart. Das EFI leistet vergleichbare, wenn auch umfangreichere Aufgaben.
EFIDas "Extensible Firmware Interface" geht auf eine Initiative von Intel zurück mit dem Ziel, das mehr als 20 Jahre alte PC-BIOS zu ersetzen. Im Jahr 2006 wurde der direkte nachfolgender, EFI 2.0 oder auch UEFI (united EFI) vorgestellt.
BootloaderEin Programm, das von der Firmware des Computers geladen und anschließend ausgeführt wird. Es hat in der Regel die Aufgabe einen Kernel von einem physikalischem Datenträger zu laden, damit das Betriebssystem zu starten und die weiteren Aufgaben an dieses zu übergeben.
Partitionen und PartitionstabellenZusämmenhängender Teil des Speicherplatzes eines physikalischen oder logischen Datenträgers. Die Definition dieser Erfolgt in einer Tabelle, in der lediglich Informationen über Start, Länge, Bootfähigkeit und Typ vermerkt sind. Aus Start, Länge und anderen fixen Daten der Festplatte lassen sich verschiedene Faktoren errechnen, der 'bootfähig'-Parameter hat er historische Gründe und ist nur noch für wenige Bootloader von Relevanz, der Typ wird als ein Identifikationsmerkmal von Dateisystemen verwendet.
Dateisystemstark vereinfacht: hortet den Datenbestand in strukturierter Form innerhalb einer physikalischen oder einer oder mehreren logischen Partitionen. OS X verwendet HFS(+), Windows NTFS oder FAT32, Linux eines von vielen: EXT2, EXT3, XFS, JFS, Btrfs, ...
KernelDer Kernel hat direkten Zugriff auf Systemkomponenten und ist verantwortlich für die Prozess- und Datenorganisation als zentraler Bestandteil des Betriebssystems. Hiervorn existieren verschiedene Varianten die zum Teil ganz verschiedene Konzepte verfolgen: Micro-Kernel, Exo-Kernel, Hybrid-Kernel, monolithische Kernel, modulare Kernel
ACPIAdvanced Configuration and Power Management Interface - stellt dem System Schnittstellen zur Hardwareerkennung, der Gerätkonfiguration und dem Energiemanagement zur Verfügung.
BSDDie Berkely Software Distribution ist ein Unix Derivat, das seit 1977 von der University of Berkely (Kalifornien, USA) entwickelt wird. FreeBSD (wurde von Apple als Basis für Darwin / OSX verwendet), OpenBSD und NetBSD die sie bekanntesten freien BSD-Varianten die die heute (auch für den PC) existieren. Das aktuellste BSD ist: 4.4BSD aus dem Jahre 1995.
VirtualisierungHiermit wird eine Methode beschrieben, mit der einzelne Anwendungen oder auch ganze Betriebssysteme als Userland-Applikation zur Verfügung gestellt werden. Mittlerweile, nach dem immer mehr Prozessoren auch Funktionen zur hardwareseitigen Virtualisierung bereitstellen, hat sich die Performance solcher virtualisierter Umgebungen stark verbessert. Zuvor wurde der überwiegende Teil der Systemschicht lediglich emuliert.



Wissenswertes aus der Apple-Welt
BegriffErklärung
Mac OS XOSX hat eine sehr lange Vergangenheit. NeXTStep, der Ursprung des heutigem OS X, ist ein Betriebssystem aus dem Jahr 1989, von der von Steve Jobs zuvor gegründeten Firma NeXT. Apple übernahm später dann NeXT und beauftrage es damit, aus dem OPENSTEP genannten Nachfolger von NeXTStep, die Zukunft von MacOS 9 zu entwickeln. Diese Version nannte man Rhapsody, gelangte in dieser Form jedoch nie an die Öffentlichkeit. Stattdessen erhielt es ein neues Aussehen (als Aqua bekannt) und erblickte so zum ersten Mal als Mac OS X im Jahr 2001 das Licht der Welt.
DarwinDarwin ist ein freies Betriebssystem von Apple und bildet die Systembasis für OSX. Den Kernel nennt man XNU, ein Hybridkernel - die übrige Distribution stammt von einem 4.4BSD ab.
KernelEs wird zwischen einem Micro-, Exo-, Hybrid-, Monolitischem- und Modularem Kernel unterschieden. Der Kernel von Mac OS X ist eine Hybridkernel. Er bildet die Schnittstelle zwischen Benutzer und Hardware.
XCodeKostenlose integrierte Entwicklungsumgebung für Software (vorrangig geschrieben in ANSI-C, C++, Objective-C und Cocoa) unter Mac OS X. Wird von Apple kostenlos als Disk-Image oder ISO zur Verfügung gestellt. Voraussetzung ist ein ADC-Konto, was ebenfalls kostenlos zu beantragen ist. Mit Hilfe des Interface Builders können im Point & Click-Verfahren sogenannte NIB-Dateien erzeugt werden, die wiederrum über Outlets und Delegates mit dem Quellecode verbunden werden. Quasi Apples Form des RADs.
FinderApples integriertes Werkzeug zur Dateiverwaltung. Inzwischen existieren etliche mehr oder weniger originelle Derivate - das Beispiel: Path Finder
Kernel Extensions (Erweiterungen)Vergleichbar mit einem Treiber; stellt dem Betriebssystem die Schnittstelle zwischen Software- und Hardwareschicht zur Verfügung. Ort im Dateisystem: /System/Library/Extensions. Erklärungen zu sämtlichen KEXTs hier im englischsprachigem Teil des Forums.
Property List (plist)Unter OSX sind es für die die Cocoa, NeXTStep und GNUStep Frameworks, Container zur Speicherung serialisierter Objekte. In strukturierter Form werden hier Informationen für Anwendungen bereitgestellt. Für das Editieren existiert in der Konsole der plist-buddy, in grafischer Form der Plist-Editor, einem Teil der XCode Softwarpakets.
MacPorts, DarwinPorts, FinkOpen Source Paketmanager für die Installation von vielen Open Source Programmen mittels Ports-Skripten. Die Anwedungen werden aus dem Quelltext heraus für das Zielsystem kompiliert. Ganz APT (Debian) like.
CocoaObjektorientiertes API zur Programmierung von Software unter OS X.
Objective-CSpracherweiterung von C umd objektorientierte Möglichkeiten (angelehnt an Smalltalk). Sie erlaubt auch teilweises mischen von C und C++. Primäre Sprache von Cocoa und GNUStep.
BashDie Bourne-again-shell, Kommandozeilenintepreter, voll kompatibel zur originalen Bourne-Shell, jedoch erhelich erweitert. Aktuelle Version (März, 2009): 27.02.2009, 4.0. Standard Shell von OSX seit 10.5.
ipfwIPFirewall, Stateful-Inspection-Firewall von FreeBSD. Standardfirewall von OSX. Eine knappe Einführung findet sich hier im Forum.
Disk ImageAbkürzung .dmg, .sparseimage oder .sparsebundle ist. Standard Speicherabbild-Dateinformat unter OSX. Es kann sowohl komprimiert, als auch mit einem Passwort geschützt werden.
WebkitFrei HTML-Rendering Bibliothek (ursprünglich KHTML vom KDE Projekt) auf deren Grundlage inzwischen mehrere Web-Browser existieren. Die prominentesten derzeit: Safari und Google Chrome.
XNUAbkürzung für 'X ist not Unix'; der Name des Kernels, der von Darwin verwendet wird. Darwin wiederrum ist die Basis für Mac OS X.
SpotlightIntegrierte Suchfunktion von OS X. Seit 10.5 können auch boolesche Operatoren für die Suche verwendet werden.
Macfuse und NTFS3GMacFuse erweitert den Kernel um die Möglichkeit sogenannte Dateisysteme im Userland zu realisieren. Hierauf setzt NTF3G auf und ermöglicht so unter vielen Linux-System und Mac OS X Lese- und Schreibzugriffe. Schreibgeschwindigkeit hier: circa 20MB/s, Stabilität: gut
BootcampTreiber- und Anwendungspaket um Microsofts Windows nativ auf einem auf Intel-Mac bereitzustellen. Partitioniert ggf. die Festplatte neu, installiert einen Bootmanager und stellt dem Windows diverse Treiber zu besseren Unterstützung Plug&Play zur Verfügung. Info: für OSX86-User ist Bootcamp natürlich nicht nötig!



OSX86 spezifisches
BegriffErklärung
Boot-132 / Retail-InstallationBei Boot-132 handelt es sich um spezielle Konzept OSX auf dem PC zu installieren und gleichzeitig möglichst nahe am Original zu bleiben. Hierbei erfolgt die Installation von OSX auf dem PC durch den Start eines speziell präparierten Bootloaders, durch den einerseits die Verwendung des originalen Retail-Mediums zur Installation möglich wird. Angepasste und weitere Kernel-Erweiterungen werden andererseits später nicht mehr im System direkt installiert, sondern wandern in einen speziellen Pool von Kernel-Erweiterungen die bereits vom Bootloader (bspw.: Chameleon/DFE) geladen werden.
PC-EFIEmuliert eine EFI-Umgebung die von Mac OS X für den Betrieb erwartet wird.
ISO DistributionenEs existieren etliche (illegal) angepasste Kompilationen der Retail-Medien, welche durch Veränderungen an den Installationsroutinen und dem Basis-System das Ziel verfolgen, möglich unkompliziert OS X auf dem PC zu installieren. Es existiert nicht eine, welche sich gleich gut für jede beliebige Hardware eignet. Zu präferieren ist in jedem Fall das Boot-132 Verfahren, da es die wenigsten Veränderungen am Grundsystem verlangt und somit auch im Hinblick auf Softwareaktualisierungen problemloser hand zu haben ist.
PPFPlaystation Patch File System mit Ziel auch in große Dateien, binäre Inhalte direkt patchen zu können. Patches werden mit dem Programm PPF-O-Matic erzeugt. Bei kleineren Änderungen (wie z.B. ganzen ISOs oder großen Disk-Images) kann sich dieser Verfahren durchaus lohnen da es dem Anwender erspart bleibt, den ganzen Download, einzig wegen wegen KB and Änderungen, neu zu starten.
NatitVormals bekannt als Titan, ist es ein sogenannter Registry key setter um Apples NVIDIA Kernel Erweiterungen auf dem PC auf Kompatibilität zu trimmen.



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